Seite 2 von 2
#16 RE: Die Wüste lebt von ThomasB 30.08.2017 20:25

avatar

Ich war auch überrascht. Ich hab extra gebuddelt und nachgeschaut ob die nicht doch im Topf eingegraben ist - Fehlanzeige
Dann habe ich Camper gefragt, die sagten mir dann, dass die dort schon seit 3 Jahren wächst ;-)

#17 RE: Die Wüste lebt von Torsten Heim 08.04.2019 12:50

avatar

@Uwe Eime hast du da einen bestimmten Sand genommen oder 0815 Spielsand?
Diese rostrata hab ich mir gegönnt und die soll hier bei mir in Südthüringen auch ausgepflanzt werden.Wenn das funktioniert will ich das hier auch so handhaben.


LG
Torsten

#18 RE: Die Wüste lebt von Sascha 08.04.2019 15:04

avatar

Hallo Torsten, ich vermute mal Uwe wird nicht Antworten (Zuletzt Online: 01.09.2017). Er ist jetzt glaube ich in Brandenburg ansässig und Eime in Niedersachsen ist nur noch Zweit-Wohnsitz. Ich denke er hat 0/2 Sand verwendet also nicht so einen feinen wie z.B. mancher Quarzsand.

Jürgen B. kommt ja wie Du auch aus Südthüringen, vielleicht kann Jürgen auch noch was zu Y. rostrata und seinen Erfahrungen dazu schreiben?

LG
Sascha

#19 RE: Die Wüste lebt von Torsten Heim 08.04.2019 17:00

avatar

Oh danke Sascha, dann hoffe ich mal dass @Juergen B. Sich hier meldet.
Grober Sand würde wohl mehr Sinn machen.

#20 RE: Die Wüste lebt von Juergen B. 09.04.2019 09:02

avatar

Hi Torsten,

soviel anders ist unser Klima hier auch nicht,
a weng weniger kontinental, im Winter etwas weniger kalt halt, trotzdem hier im Regenschatten der Rhön etwas trockener.

Also ne größere Y. Rostrata habe ich (bisher) noch nicht gepflanzt. Ne texanische Herkunft hatte ich zu lange im zu kleinen Töpfchen im Bonsaistadium. Bisher nach dem Auspflanzen und langsamen Start kommt die so langsam in die Puschen. Seitdem ungeschützt und auch in den kältern Wintern ohne Probleme. Auch ne Y. torreyi, die ja auch nicht überall zuverlässig wächst, seit über 20 draußen und legt mit zunehmender Größe beim Wachstum zu.
Also versuch's, nur Versuch macht klug. Kommt auch auf die Herkunft und die individuelle Genetik an.
Ich drück Dir die Daumen! Viel Glück.

Sand bzw. Sandböden find ich aus verschiedenen Gründen gar nicht mal so optimal. Wenn Uwe meint, das ist das Nonplusultra, ist das seine Meinung und Erfahrung. Aber ....

Und warum in die Ferne schweifen. Auch bei Dir in der Gegend gibt's Vulkanberge, die Gleichberge und damit Basalt!

Nach ersten Versuchen hab ich zunehmend Basaltsplitt (auch Schotter, sowie Basaltgrus kann beigemischt werden) möglichst tief in den Boden eingearbeitet, und auch als Mulch genutzt.p
Als Basaltsplittmulch kannste "Unkraut" leicht ziehen, und die Selbsraussat ist deutlich reduziert, aber Katzen benutzen das leider auch als Toilette. Daher mit Schotter, abdecken und großen Steinen aus'm Steinbruch, auch von Lesesteinen vom Feld dekorieren

Basalt ist deutlich wärmer als Sand. Fass einfach mal beide Materialien an. Durch die dunkle Farbe wird deutlich mehr Wärme absorbiert, und Basalt hat zudem eine gute Wärmespeicherung.
Der Boden wird deutlich durchlässiger, und besser belüftet, selbst bei etwa bindungen Böden. Allerdings musst Du darauf achten, dass darunter keine Wasser stauende Bodenschicht ansteht.

Basalt verwittert relativ leicht und setzt Nährstoffe und wertvolle Spurennährstoffe frei. Außerdem wird Kohlendioxid aus der Luft aufgenommen, und Kohlenstoff in die Bodenmatrix eingebracht ( so dass sogar aus Klimaschuzgründen der Einsatz von Basalt und ändern Vulkangesteinen zur Düngung in derLandwirtschaft zur Kohlendioxidpufferung diskutiert wird. Somit wird das Bodenleben und eine optimale Bodenstruktur gefördert. In Verbindung mit Wasser und dem freigesetzten Sauerstoff wird auch Kieselsäure pflanzenverfügbar freigesetzt, so dass die Pflanzen mehr Silizium ins Gewebe aufnehmen können. Sie werden damit widerstandsfähiger gegen physikalische, auch thermische (Hitze, Kälte) Belastungen, oder auch giftige Schwermetalle, sowie last but not least, weniger Anfällig gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Schätze, das ist deutlich optimaler als Sand! Kannst ja such mal recherchieren!

Natürlich ist es Deine Entscheidung.

Halt uns auf dem Laufenden bitte!

LG Jürgen

#21 RE: Die Wüste lebt von sofie 09.04.2019 09:34

avatar

Danke Jürgen, das war ein toller Beitrag, sehr lehrreich
lg.sofie

#22 RE: Die Wüste lebt von Juergen B. 09.04.2019 21:48

avatar

Danke liebe Sofie!

Bei Deinem Klima kannst Du aber sicher gelassener bleiben. Allerdings sind ja auch allgemeingültige Erkenntnisse enthalten. Auch Urgesteinemehl wird teils aus Basalt hergestellt. Aber man kann z B. auch Basaltgruß in den Boden einarbeiten.
Jeder sollte auch ein bisserl experimentieren, im für seine Situation, und sein Kleinklima das Optimum zu finden.
Wegen dem Wärmegewinn brauchst Du sicherlich keine dunklen Gesteine verwenden. Das beste ist sowieso oft das örtliche und ortsübliche Material.
Das machst Du absolut richtig!👍

LG in den tiefen Süden,

Jürgen

PS:. Scheinbar aber hat der Adressat dieses Beitrags, @Torsten Heim noch nicht wieder reingeschaut!

#23 RE: Die Wüste lebt von sofie 10.04.2019 09:20

avatar

Lieber Jürgen,
danke mal wieder ,
meine Erfahrung hier !
seit ich das Pomice kaufen kann gedeihen meine Yucca und Agaven prächtig.

Bei den Agaven kämpfe ich nur mit der hohen Luftfeuchte im Winter.

Bei den Kakteen funktioniert es weniger, so habe ich jetzt dieses Gestein mit Kakteenerde gemischt
und starte seit letzten Herbst einen neuen Versuch.
Für die Wärme , die starken Winde und Regen versuche ich mit meinen Steinen die wir hier zur genüge haben
einen Schutz zu bauen und abgedeckt mit Ziegelsplit hat mir bis jetzt guten Erfolg gebracht.
Der rote Lehmboden der bei uns hauptsächlich zu finden ist, taugt zwar gut für das Gemüse
nicht aber für diese Pflanzen.
Ich fahre mit meinem Bollerwagen über das Grundstück und sammle die kleinen Steine ein .
Mein Mann freut sich, er hat sie weniger am Schienbein beim Mähen und ich baue sie in meine Beete wieder ein
liebe Grüße
sofie

#24 RE: Die Wüste lebt von Torsten Heim 10.04.2019 17:23

avatar

Hallo und danke für deine sehr informative Einschätzung @Juergen B. .
Alles was ich hier in der "Erde" gefunden habe sind Lehm und Muschelkalk.
Aber gut zu wissen dass es mit Basaltsplitt auch klappt.
Definitiv noch durchlässiger als Sand.
Und das ohne irgendeinen humosen Zusatz?
Basaltgrus hab ich auch noch nie in den Händen gehabt,muss mich mal kundig machen woher ich das bekomme.
Wie tief sollte ich das Loch ausheben?Wie gesagt,Lehm ohne Ende auch in 80cm tiefe noch.Hab ja ein paar Löcher für meine Palmen gegraben.

Danke und LG
in die Nachbarschaft

#25 RE: Die Wüste lebt von Stephan_M 11.04.2019 12:50

Hi @Torsten Heim ,

vielleicht hattest Du es ja schon gesehen, aber ich hatte die Entwicklung meiner Rostrata ja an anderer Stelle schon gezeigt. Zwischen den Fotos liegen vom Frühjahr 2017 bis heute fast exakt 2 Jahre. Und die Yucca musste nach dem Auspflanzen noch einwurzeln. Hier in Ostseenähe ist es relativ feucht und auch recht kühl. Beim Substrat habe ich mir eher weniger Gedanken gemacht, ich habe die relativ fette aber überwiegend mineralische Gartenerde mit Granitsplitt für den Straßenbau und grobem Sand aus einer ortsnahen Kiesgrube ein wenig abgemagert und abgedeckt, das funktioniert offenkundig.





Grüße

Stephan

#26 RE: Die Wüste lebt von Ulli 11.04.2019 14:29

avatar

Hallo Torsten ,

wenn du die vorhandene " Erde " so nicht verwenden möchtest oder kannst , solltest du etwas mehr Aufwand betreiben .
Wir haben hier sehr fruchtbaren und humusreichen Schwarzerdeboden , der für Yucca , Kakteen und Co nicht geeignet ist . Deshalb habe ich bei der Anlage meines Beetes auch etwas mehr Arbeit investieren müssen . ( siehe Beitrag # 4 )
Nach einen Erdaushub von etwa 60 cm habe ich eine Drainageschicht von 20 - 25 cm aus groben Kies eingebracht und darauf dann eine Substratmischung aus Kies , Splitt und Aushuberde verteilt . In diese wurden die Pflanzen gesetzt und das ganze mit Kies abgedeckt . Einen Eindruck von meinem Beet bekommst du im Thread " Mein Wüstenbeet " . Vielleicht helfen dir diese Anregungen weiter - würde mich zumindest sehr freuen .

Gruß Ulli

#27 RE: Die Wüste lebt von Ulli 12.04.2019 13:13

avatar

Hallo Torsten ,

du kannst auch noch mal in den Thread " Yucca Hybriden Update 2018 " reinschauen . Dort sind noch einige Bilder zur Anlage meines Beetes .

Gruß Ulli

#28 RE: Die Wüste lebt von Juergen B. 14.04.2019 01:19

avatar

Hallo @Torsten Heim,

Muschelkalk ist ja eigebtlich klüftig und gut wasserdurchlässig, aber leider ist der Verwitterungsboden ziemlich lehmig, und normalerweise sind die Rendzinaböden über Muschelkalk auch relativ "geringmächtig'. Offenbar hast Du einen sehr alten Kalkverwitterungsboden, oder aber eine aufgefüllt werden Senke. Notfalls muss man Wasser auch unterirdisch ableiten, den auch bei eine Superdrainage über einer Sperrschicht kann es einen oberirdisch unbemerkten Wasserstau geben.
Anyway, Muschelkalkboden nehmen sehr gut Wärme auf, und geben diese auch langsam wieder ab. Auch diese Böden fühlen sich warm an, verglichen mit Sandböden. Auch ich habe eher einen bindingen Boden und eben mit der Beimischung von Basalt gute Erfahrungen gemacht. Und wie gesagt, Basalt kommt auch in Deiner Gegend (Gleichberge). Ich plädiere ohnehin dafür, örtlich vorhandenes Material zu benutzen.
Und wie die Beispiele zeigen funktioniert so manches. Auf jeden Fall sollte auch die Bodmodellierung und Gestaltung nicht unterschätzt werden. Mit einer entsprechenden Neigung vermeidet man schon Staunässe, und wenn man diese nach Süden ausrichtet erzielt man einen zusätzlichen Wärmegewinn!
@Thomas/Neusiedlersee weist mehrfach darauf hin, dass die Pflanzung auf Schotter / Schotterhügeln für die Kultur besonders zweckmäßig ist.
Liebe @sofie, Pomice oder Bims ist ja auch besonders geeigenet um neben den anderen Effekten, das Substrat Kübel und Töpfe leichter zu machen. Allerdings können poröse Materialien auch ordentlich Wasser speichern. Jedenfalls ist Regen, wenn's keine Staunässe gibt, deutlich weniger schädlich als unser dauertrübes dunkles und windstilles Winterwetter. Natürlich ist Wärme und hohe Luftfeuchte Pilzwachstum förderlich. Aber schondiehöhere Strahlungsintensität selbst im Winter (verglichen mit Dem) ist schon wieder positiv. Ganz davon abgesehen, dass sichSchäden deutlich schneller auswachsen. Mir persönlich gefallen Ziegelsplittabdeckungen nicht so. Vielleicht nicht so sehr bei Dir, aber sicher in Germany, auch Ziegelsplittabdeckungen ist porös und Wasser speichernd, so dass Moose etc wachsen und noch mehr Wasser speichern.
Eine Abdeckung mit natürlich en Gestein ist Imho harmonischer. Eigentlich passt die rote Farbe Deines Bodens gestalterisch ganz gut zu Pflanzen. Schade dass dieser bindig ist. Vielleicht versuchst Du es mal, auch örtliche Splitte und Schotter beizumischen!
Bei empfindlichen Arten kannst Du vielleicht wie von Thomas empfohlen, diese auf Schotterhügeln Pflanzen, im Winter hast Du einen guten Wasserabzug, und in Deinen ariden Sommern (wie überhaupt im ariden Klima) sind Schotter- bzw. Felsböden die mit der besten Wasserversorgung für Pflanzen!

LG Jürgen

#29 RE: Die Wüste lebt von Torsten Heim 17.04.2019 22:28

avatar

Hallo @Juergen B. Ich merke schon,ziemlich komplexes Thema.
Eventuell muss ich den Auspflanzort noch einmal überdenken bzw. mir Gedanken machen das Loch extrem auszuheben und zu hoffen dass nach 80-100cm etwas anderes zum Vorschein kommt als Lehm.
Am Muschelkalk kann man nichts machen,das ist die Nähe zum Steinbruch keine 2km entfernt.

Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen
Datenschutz