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#16 RE: Blümchen in den Drakensbergen von Christian Z 26.10.2016 07:15

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Sehr schön, ich meine auch, dass ich bis jetzt nur Kulturpflanzen gesehen habe, keine Standortaufnahmen! Klasse, vielen Dank dafür!

#17 RE: Blümchen in den Drakensbergen von Armin 26.10.2016 13:41

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Hallo Horst

Von Helichrysum chionospha ist im Internet nichts zu finden,sehr schöne Strohblume,ist die in unserem Breitengrad überhaupt Winterhart,von wo kann man die beziehen?
Sehr schöne Naturaufnahmen,die Aloe polyphylla hat es mir hauptsächlich angetan,evtl.für die Kübelhaltung ? ein wirklich sehr schöner Blickfang,in der eher kargen Landschaft sind immer wieder prachtvolle Exoten anzutreffen,bin schon auf weitere "Erkundschaften" gespannt.

lG Armin

#18 RE: Blümchen in den Drakensbergen von Juergen B. 26.10.2016 14:21

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Zitat von Horst-Ruhrgebiet im Beitrag Über den Sani Pass ins Königreich Lesotho II
...und noch ein paar Blümchen

Helichrysum chionospha









Hallo Armin,

bin zwar nicht Horst, denke aber dass ich Dir weiterhelfen kann. Denke der Kopierfehlerteufel hat sich bei Horst eingeschlichen, und beim Kopieren ist irgendwie das ...erum abhanden gekommen: Diese sehr schöne Strohblume ist also Helichrysum chionosphaerum DC., also Erstbeschrieben 1838 von A. P. de Candolle. Du kannst auch nach den Synonymen Namen H. pondoense Schltr. und H.randii S. Moore suchen. Volkstümliche Namen sind Molepelle or Senko-Toana or Sewejaartjie.

Samen gäbe es bei Silverhill Seeds & Books:
Helichrysum chionosphaerum,"Dwarf everlasting", mat-forming perenn., rosettes of greyish-white silky leaves, glossy white fl with yellow centre Wi-Su. Sow Sp. Zone 7. Per Pkt. US$ 3,50 (zuzügl. sonst. Kosten)

Viel Glück bei der Beschaffung / Suche

Jürgen

#19 RE: Blümchen in den Drakensbergen von Armin 26.10.2016 16:20

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Hallo Jürgen

Vielen Dank für den Aufwand!und deine Info.

lG Armin

#20 RE: Blümchen in den Drakensbergen von Juergen B. 28.10.2016 00:29

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Hallo Horst,

Danke für Deine tollen Aufnahmen der hübschen Aloe polyphylla, der Spiralaloe - hatte ich doch glatt übersehen. Die grauweiß bemehlten sukkulenten Blätter gehören schätzungsweise zu Cotyledon orbiculata!

Leider sind die Spiralaloen Divas mit ihren ganz speziellen Ansprüchen. Hab hier leider auch schon einige teure Stücke versemmelt!

Aber vielleicht sollte man es ja nochmal versuchen,

Glück auf,


Jorge

#21 RE: Blümchen in den Drakensbergen von Martin, Grevenbroich 28.10.2016 17:17

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beeindruckende Bilder, Horst.

Aloe polyphylla soll ja durchaus auch kälteresistent sein und ein paar Minusgrade sowie auch mehr Feuchtigkeit vertragen.
Trotzdem dümpelt meine Topfpflanze seit Jahren vor sich hin, ist nach dem Kauf nie richtig in die Pötte gekommen und wächst eher rückwärts.
Aber anscheinend haben ja auch andere Probleme mit ihr, das beruhigt mich dann schon wieder, ich dachte schon, die wäre von Anfang an geschädigt.
Schade, sie gehört für mich jedenfalls zu den schönsten Aloen.

#22 RE: Blümchen in den Drakensbergen von Horst-Ruhrgebiet 28.10.2016 18:09

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Diese Aloen sind Hochgebirgspflanzen und benötigen auch im Winter etwas Feuchtigkeit.
Hinsichtlich der Substratbeschaffenheit glaube ich nicht dass sie besonders anspruchsvoll sind.
Keine Ahnung warum die so zicken. Ich habe die zusammen mit Kniphofia, Agapanthus und Amaryllis
gesehen, also mit ganz unproblematischen Pflanzen

#23 RE: Blümchen in den Drakensbergen von Matthias 28.10.2016 18:38

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Zum Thema Aloe polyphylla. Samen sind in der Regel teuer und schwer zu bekommen oder aber alt und nicht keimfähig
Hier gibts ein Schnäppchen ; -)
http://www.ebay.de/itm/100x-Mix-Succulen...Q0AAOSwJQdW~ekO

Immer wieder erstaunlich diese Chinaauktionen. Für 1 Euro 100 Korn incl Versandkosten. Wem das zu teuer ist, der sende einen Preisvorschlag ;-)

Was man am Ende aber tatsächlich bekommt bleibt eine Überraschung. Da ist immer alles möglich....vom Kleesamen bis zu echten Raritäten

#24 RE: Blümchen in den Drakensbergen von Matthias 28.10.2016 18:51

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Hier fühle ich mich allerdings ein bisserl verar....
http://www.ebay.de/itm/100-Red-Mouth-Art...cEAAOSwjMJXB11I

;-)

#25 RE: Blümchen in den Drakensbergen von Gerd 28.10.2016 20:16

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Zitat von Matthias im Beitrag #24
Hier fühle ich mich allerdings ein bisserl verar....
http://www.ebay.de/itm/100-Red-Mouth-Art...cEAAOSwjMJXB11I

;-)

#26 RE: Blümchen in den Drakensbergen von Juergen B. 28.10.2016 22:26

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Zitat von Juergen B. im Beitrag Aloe aristata
Dumelang Daniel & All,

tolle Blüten an Deiner Aloe, Daniel - auch wenn einige wenige Foto verwackelt sind, aber besonders das letzte Foto ist klasse!

Aber auch ich muss Thomas & Sascha beipflichten, A. aristata (& striatula) klappt einige (günstiger) Jahre aber eben nicht auf Dauer! Jedenfalls nicht bei minimalstem Winterschutz!

Aloe polyphylla geht gar nicht im Mitteleuropäischen Klima (jedenfalls nicht mit den üblichen Winterschutzmaßnahmen), auch hier hat Thomas absolut recht, obwohl man es vielleicht hätte erwarten können. Warum also:

In den heimatlichen Maluti-Bergen im Westen von Lesotho, wo diese hübsche Aloe an an sehr steilen Basalthängen (in Felsspalten und losem Gestein), ausschließlich an nord-östlichen Berghängen, in Höhen von 2.250 bis 2.500 Metern, manchmal auch höher, vorkommt.

Die Sommer sind dort kühl und sehr regenreich, Gewitter sind häufig und oft sind die Pflanzen in Nebelbänke oder Wolken gehüllt. Selbst im Sommer können die Niederschläge als Schnee fallen. Obwohl die Böden gut entwässern, haben die Pflanzen hier in den Sommermonaten also eine gute Wasserversorgung. Bei Sonnenschein können über dem dunklen Basalt aber auch Temperaturen bis um die 30° C erreicht werden.

Die Winter sind trocken und frostig, mit gelegentlichen Minima im Zone 7 Bereich (bis −18 °C ), d. h. kurz vor Sonnenaufgang. Regelmäßig sind die Pflanzen schneebedeckt, der aber tagsüber teils auch wieder sublimiert, da es im Winter tagsüber sonnig ist. Dadurch kann sich der dunkle Basalt in der Wintersonne erwärmen und die Wärme des Tages auch für die Nacht speichern. Die Standorte ausschließlich an steilen Nordosthängen könnten außerdem für die Pflanzen besonders im frostigen Winter wichtig sein, sich in der morgendlichen Hochgebirgs-Sonne nach frostigen Nächten rasch wieder aufzuwärmen.

Dauerfrostperioden über Tage oder Wochen an denen die Temperaturen teils unter - 10°C dümpeln, wie in Mitteleuropa, gibt es dort nicht. Auch den periodischen Wechsel zwischen eisig-kalten und warmen Witterungsperioden gibt es dort nicht und ebenso nicht sonnenscheinfreies, windstilles und suppiges Winterwetter. Diese Art ist überhaupt generell sehr schwierig in Kultur, nicht nur in unserem Klima!

Neben den unmittelbaren Risiken durch unser "unpassendes" Klima, oder auch Pilzinfektionen u. dgl. spielt m. E. (meine Beobachtung bei Überwinterungsversuch) auch folgendes eine Rolle; wärmere und feuchtere Witterungsperioden nach vorheriger Frostperioden führen zur Wasseraufnahme (auch bei Abdeckung) und Enthärtung der Pflanzen, so dass die nächste Frostperiode dann nicht überlebt wird, selbst wenn das heimatliche Temperaturminimum noch nicht erreicht ist.

Vor langen Jahren hatte ich einmal im Dezember eine Aloe variegata versehentlich vergessen einzuräumen. Sie war danach eingeschneit und auch Barfrost ausgesetzt. Als ich das festgestellt hatte, war die Pflanze komplett durchgefroren. Sie ist danach schadlos wieder aufgetaut, und für den Rest des Winters hatte sie dann einen Fensterplatz. Im darauffolgenden Jahr hatte ich dann versucht, die Pflanze draußen zu überwintern - Ergebnis: Exitus!

Gabotse,

Jürgen



Dumelang Horst, Martin & alle Spiralaloe-Fans,

habe mal einen älteren Beitrag von mir zu den Natur-Standorten und zur Kultur der Aloe polyphylla hierzuande aus 2014 nach hierher zitiert!

Die Winterhärte ist eben mehr als eine kurzzeitig ertragbare Tiefsttemperatur. Und die angegebene Winterhärte bis Zone 7 b kann man zwar auf die möglichen Tiefstwerten ihrer - dann trockenen - Heimatberge zurückführen, aber in unserem wechselhaften Miteleuropäischen Klima wird es ohne Schutz oder auch nur mit Regenschutz wohl nicht funktionieren.
Allerdings, in den milderen Lagen Westeuropas klappts; hier eine Spiralaloe im Schnee, im subtropischen Abbey Garden auf Tresco, der zweitgrößten der Scilly-Inseln


Foto: Jono Taylor, UK / Flickr

Wer's versuchen will im Freien, viel Glück, Good luck, Sterkte, Ke u lakaletsa lehlohonolo,

Salang hantle

Jorge


Apropo "Dumelang" das heißt nicht etwa Daumenlang, Langer Daumen oder gar Daumendrücken, sondern es ist Wort der in Südafrika ( Freistaat und Gauteng) sowie in Lesotho verbreitete Bantusprache Sesotho oder Süd-Sotho: Dumelang (plural) bzw. Dumela (singular) - es ist deren Grußformel = Hallo, Servus, Guten Morgen, Guten Tag , Guten Abend ...
Gabotse = Tschüss (allerdings in Nord-Sotho); in Sesotho: Sala hantle (Singular) bzw. Salang hantle (Plural) - wenn man jemanden verlässt

#27 RE: Blümchen in den Drakensbergen von Tim Behan 29.10.2016 09:24

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Ive hatte meine Aloe polyphyllum draußen im Garten für zwei Winter. Ich schütze mit einer Reihe von Mini-Lichter (Weihnachtsbeleuchtung) und halten direkte Sonne von der Pflanze. Es geht ganz gut.

PS, seed from Mesa Garden

#28 RE: Blümchen in den Drakensbergen von Horst-Ruhrgebiet 29.10.2016 09:45

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Hallo Jürgen,

du hast aber auch wieder Sachen ausgegraben, der reine Wahnsinn.
Hier mal Bilder vom Naturstandort in 2300 m Höhe. Das ist der Maletsunyane-Wasserfall, mit 192 m der höchste Wasserfall in Südafrika.
[[File:2182.JPG|none|fullsize]]

#29 RE: Blümchen in den Drakensbergen von Juergen B. 29.10.2016 11:35

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Hallo Horst,

geiles Naturstandortfoto! Jedoch, das imposante Lebewesen der Spezies Homo Faber Jocosum in der Bildmitte gehört als Salutor temporaria schätzungsweise nicht zur Südafrikanischen Fauna!

Nach alten Sagen wohnen die Götter halt hoch oben in den Bergen und man könnte jedenfalls meinen, das scheinbar Du - als dieser göttliche Homo Faber Jocosum - ursächlich für diesen Wasserfall wärest, und mit Deinem Weggang aus dem Foto könnte auch der Wasserfall verschwinden!

Allerdings ich sehe ich keine Aloe polyphylla!

Neben dem botanischen ist diese als Spiralaloe (De), Spiral Aloe (En) oder auch Kroonaalwyn (Afr) wohl allgemein bekannt.

Die vernakulären Namen in der einheimischen Sprache Sesotho für diese Hochgebirgsaloe sind Lekhala kharatsa; auch Lekhalakhare oder Lekhala-la-kharatsa in der Übersetzung: lekhala auch orth. var. lekgala = Aloe; kharatsa oder kgaratsa von kgare, auch khare (sing.) dikgare (plur.) = Krone (vergl. Afrikaans) - wobei das "kh" oder "kg" ist ein sogenanter Injektiv, ein für unsereiner kaum aussprechbarer Klick- oder Schnalzlaut, Verschlusslaut ist, der für die Buschmannsprachen und einige südafrikanische Bantusprachen typisch ist, hier allerdings nicht mit der Zungenspitze, sondern dem Zungengrund im Rachen erzeugt wird. So nun übt mal fleißig ...!

Gück auf, Týchi epáno, Fortuna sursum, oder in Sesotho Lehlohonolo tsepamisa,

Jorge

#30 RE: Blümchen in den Drakensbergen von Tim Behan 29.10.2016 22:06

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Horst..........Awesome Landschaft!

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