#1 Joshua Tree National Natural Landmark von Walter 16.11.2016 12:06

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An unserem ersten richtigen Urlaubstag stand die Strecke vom Las Vegas nach St. George auf dem Programm.
Da man diese Strecke in wenigen Stunden auf der Interstate 15 zurücklegen kann, hatten wir uns für die große "Schleife" des Old Hwy 91 von Littlefield/Beaver Dam
über Shivwits nach St. George entschieden. Hauptgrund war das nordöstlichste Habitat der Yucca brevifolia var. jaegeriana, das 2006 von einem größeren Feuer
stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Selbst in Streetview-Aufnahmen von 2009 kann man noch viele verkohlte brevifolia-Stümpfe erkennen.

Hier ein Bild der Ebene aus Google Earth: links unten Beaver Dam, darüber die stetig ansteigende Hochebene bis zu den Ausläufern der Shivwits Mountains


in der Praxis sah das kurz hinter Beaver Dam so aus:


auf den ersten Blick ziemlich frustrierend, aber beim genaueren Hinsehen konnte man unzählige junge jaegerianas erkennen:






je weiter man in Richtung Berge kommt, desto häufiger werden auch wieder größere Joshuas:




die hat wohl überlebt und aus dem Wurzelstock wieder neu ausgetrieben:


geblüht hatten auch viele:


leider kein einziges Samenkorn zu finden. Die Blätter waren im Schnitt 15 - max. 20cm lang:


immer dichtere Bestände von Altpflanzen direkt am Fuße der Berghänge. Die waren wohl dem damaligen Feuer entgangen.
Weiter oben in den Bergen gab es dann keine mehr. Auch immer wieder herrliche alte Ferocacteen dazwischen:


im Schnitt etwa 80cm hoch. Nach jetzigen Recherchen soll Ferocactus acanthodes sein nördlichstes Verbreitungsgebiet genau in dieser Ebene haben:




diese Kleinen neben dem Echinocereus engelmannii hielten wir die ganze Zeit für ganz junge Ferocacteen:


beim Bearbeiten und genaueren Betrachten der Bilder zuhause kamen mir aber erhebliche Zweifel!


mittlerweile bin ich mir fast sicher, dass das Echinomastus johnsonii oder seine var. lutescens ist, die hier auch vorkommen sollen:


Echinocereus engelmannii in einer schönen strohgelben Form:


Cylindropuntien in großer Vielfalt. Die größeren, weniger dicht bestachelten, müssten acanthocarpa sein.
Bei der Kleinen vorne links denkt man automatisch an echinocarpa:


Opuntia basilaris hatte uns schon von Las Vegas bis hierher begleitet. Sie scheint schon ziemlich dehydriert zu sein.
Wenige Kilometer weiter in den Bergen war sie dann verschwunden, genauso wie die brevifolias:


erstmals war hier eine sehr dicht bedornte Opuntia polyacantha-Form anzutreffen, in den Bergen wurde sie dann immer häufiger:


Yucca baccata natürlich omnipresent:


einige hatten wohl schon ein schweres Schicksal (Feuer?), schafften es aber immer wieder aus dem Stock auszutreiben:


Weiter ging es dann auf Umwegen durch das Gunlock-Tal und den Snow Canyon nach St. George. Das ist aber das nächste Kapitel
LG Walter

#2 RE: Joshua Tree National Natural Landmark von Juergen B. 16.11.2016 14:15

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Hallo Walter,

danke Dir wie verrückt für die fotografische Mitnahme in das nordöstlichste Habitat der Yucca brevifolia var. das nordöstlichste Habitat der Yucca (brevifolia var./ssp.) jaegeriana! Interessant, wie die die sich wieder berappeln nach solch verheerenden Bränden. Wachsen halt langsam die Jaeger's Yoshua Trees, besonders in den trockneren Bereichen. Schade, dass kein einziges Samenkorn zu finden war. A propo omnipresente Yucca baccata, kann es sein, dass die Blätter der vespertinas aufrechter wachsen, als bei den eigentlichen baccatas s. str. Auch die begleitende Kakteenflora ist Klasse.

Wart Ihr auch im Tikaboo Valley, Lincoln County, Nevada - dem einzigen Bereich wo die beiden ssp. brevifolia und ssp. jaegeriana sympatrisch vorkommen und auch Hybriden bilden!

Fand ich besonders das Foto: "die hat wohl überlebt ..."

Würde sagen ER: Schau dach mal genauer hin, das ist doch ein Joshua-Mann, der da so leicht gebeugt steht, und der hat eindeutig einen Schn......

LG Juergen

#3 RE: Joshua Tree National Natural Landmark von Walter 16.11.2016 15:03

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Was du für Fantasien hast

Mit den Blättern der vespertinas hast du vollkommen recht, die sind an voll ausgewachsenen Pflanzen schmaler, länger und aufrechter.
Nur wenige Kilometer von der Ebene in die Hügel rein und sie sind mit den Cylindropuntien die dominierende Sukkulente:





Ganz extrem war es zum Teil im Snow Canyon. Bilder kommen bald.
Im Tikaboo Valley waren wir nicht, das lag zu weit abseits unserer Route.
Leider mussten wir aus Zeitgründen ständig Kompromisse machen.

LG Walter

#4 RE: Joshua Tree National Natural Landmark von Tom 16.11.2016 17:34

Hallo Walter!

Herrliche Gegend dort und spitzen Bilder ! Bin schon auf den nächsten Bilderreigen gespannt vom snow canyon...
Danke für die Mitnahme in diese wunderbare Gegend!

Lg.Tom

#5 RE: Joshua Tree National Natural Landmark von Matthias 16.11.2016 17:44

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Die engelmannii's und Ferocacteen sind unglaublich und wunderschön!!!
Wieder eine fantastische Bilderflut perfekt dokumentiert! BRAVO

#6 RE: Joshua Tree National Natural Landmark von Hans(palmen2009) 16.11.2016 17:45

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Joshua Tree meine Lieblingsyucca. Danke fürs mitnehmen Walter.

#7 RE: Joshua Tree National Natural Landmark von johan 17.11.2016 13:59

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hallo walter
habe irgendwo gelesen das es fast gar keine junge yoshuas mehr gibt in natur.
du hast aber welche gefunden!!!

lg
johan

#8 RE: Joshua Tree National Natural Landmark von Walter 17.11.2016 16:01

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Hallo Johan

das mag vielleicht für die var. brevifolia unten in der Mojavewüste gelten, aber an allen jaegeriana-Standorten
haben wir sehr viele Jungpflanzen gefunden. Bei denen sehe ich keine Nachwuchsprobleme.

LG Walter

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