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#1 Canyonlands von Walter 22.12.2016 20:23

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Nach 4 Übernachtungen in 4 verschiedenen Motels jetzt endlich der erste "Ruhepunkt": 4 Übernachtungen in Moab mit 3 vollen Tagen dazwischen.
Zwar ohne lästiges Koffer Aus- und Einpacken, aber trotzdem straffe Tagesprogramme: La Sal Mountains hatte ich ja schon vorgestellt,
Canyonlands stand heute auf dem Programm und Arches den nächsten Tag. Wer diese äußerst interessante Gegend in Ruhe genießen möchte,
sollte sich mindestens eine ganze Woche Zeit nehmen!

Hier ein kurzer geografischer Überblick: für Canyonlands hatten wir nur Zeit für das Dreieck zwischen Green River (links) und Colorado (Mitte), auch "Island in the Sky genannt".
Die Gebiete "The Maze" und "Needles" waren zeitlich nicht machbar. Oberhalb Moab: Arches, am rechten Bildrand: La Sal Mountains:


Um mal einen richtig schönen Sonnenaufgang über den La Sal Mountains zu fotografieren, waren wir schon im Dunkeln gestartet und beim Sonnenaufgang in Canyonlands:


Leider lagen dann auch der Colorado (hier vom Dead Horse Point) und der Green River noch im vollen Schatten.
Man sollte es nicht glauben, aber der Colorado soll 600 Höhenmeter unter dem Aussichtpunkt liegen, von dem das Foto gemacht ist:


An Yuccas soll hier eigentlich nur harrimaniae vorkommen. Taten sie auch, und zwar sehr zahlreich! Allerdings in einer Variationsbreite, die ich nicht erwartet hätte.
Von klein und kompakt:



über deutlich langblättriger:


bis groß mit Stämmchen:


die Blütenstandshöhe wird überwiegend mit 40-100cm angegeben. Diese hier lagen zum Teil deutlich darüber:



den bekannten Mesa Arch muss man natürlich auch mitnehmen. Schlimm nur mit den vielen Touries, jeder meint er müsse sich direkt darunter stellen
Da muss man schon lange, geduldig warten, bis man mal freie Sicht hat. Einige musste ich jetzt doch noch wegretuschieren



Das wird doch nicht? Sieht stark nach Sidewinder aus. Bin ihr nachgegangen bis sie sich dann im wahrsten Sinne des Wortes im Sand verlief:


auf der Westseite von Canyonlands: da hat der Green River ganze Arbeit geleistet:


fast schon eine Mischung aus Grand Canyon und Monument Valley:


solche Formationen laden natürlich zum weiteren Nachsehen ein. Die Touristen sind zum Glück an den Hauptattraktionen und man hat Ruhe:


harrimaniae wie aus dem Lehrbuch:




die in den La Sal Mountains zwischen die nanas gesetzt und keiner würde es merken:


herrliche langdornige Opuntien, sehr ähnlich denen auf dem Walhalla Plateau:



coccineus-Verwandtschaft:


Hilfe! Absolut unklare ID! Von Weitem sah die wie eine merkwürdige Yucca aus, ist es natürlich nicht.


mit skurrilen Juniperus könnte man hier einen ganzen Bildband füllen:


Spät, aber doch noch gefunden: endlich eine harrimaniae mit Samenkapseln, und das direkt an der Straße:


fast schon leer und die "Wurmlöcher" lassen Schlimmes erahnen. Trotzdem noch ein paar brauchbare Samen drin:


irgendwo da unten fließt der Colorado. Oben die La Sal Mountains:


da ist man erst mal platt ! Salinen, aber wo kommt das Salzwasser her? Hier gibt es nur den Green River und den Colorado, und die führen Süßwasser.
Eine Infotafel zeigte dann des Rätsels Lösung: die pumpen Wasser in tiefere, salzführende Erdschichten, fördern es wieder nach oben und dann ab in die Salinen:


LG Walter

#2 RE: Canyonlands von Erich A. 22.12.2016 22:09

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Hallo Walter !

Einfach fantastisch.
Danke fürs zeigen.

Sonnige Grüße aus Yucca Grande

Erich

#3 RE: Canyonlands von Christian Gols 22.12.2016 22:16

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Geniale Gegend, geniale Bilder, Walter!
Die Gegend fehlt mir leider, aber das kommt noch.

LG Christian

#4 RE: Canyonlands von Walter 23.12.2016 04:20

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Danke, im Moment gibt es nichts schöneres als diese Bilder zu sichten und zu bearbeiten. Wenn ich aus dem Fenster sehe ... brrr (+1° und Regen)
Mir wird aber auch immer klarer, warum diese Pflanzen hier bei uns meist massive Probleme haben: dort einfach nur trocken, trocken, trocken,
fast nur Sand und Gestein, kräftige Höhensonne (der gezeigte Teil Canyonlands liegt über 1800m!) und eine sehr hohe Anzahl von Sonnenstunden.
Das kann man hier in keinster Weise auch nur annähernd bieten, und der winters aufgebaute Mini-Regenschutz dient mehr der Beruhigung
des eigenen Gewissens: man hat ja alles Mögliche getan, damit es der Pflanze gut geht.
@Christian: kommt Zeit, kommt Moab, da bin ich mir sicher

LG Walter

#5 RE: Canyonlands von Horst-Ruhrgebiet 23.12.2016 09:54

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Hallo Walter,

wir hatten letztes Jahr nicht soviel Glück mit dem Wetter. Auf dem Parkplatz vom DeadHorse Point haben wir erstmal im Auto ein Schläfchen gemacht, es regnete
einige Stunden ergiebig. Danach sah es dann so aus


Auf der Weiterfahrt zum Canyonlands NP wurde es auch nicht besser


der Mesaarch präsentierte sich etwas lustlos an diesem Morgen


Y. harrimaniae gab's reichlich. Übrigens, bei den Needles hättet ihr reichlich Y. toftiae angetroffen, aber das holts du ja sicherlich nach

#6 RE: Canyonlands von Walter 23.12.2016 10:20

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Hallo Horst

sowas kann einem schon den ganzen Tag vermiesen
Ich hatte ja oben schon geschrieben, dass Needles bei uns zeitlich nicht mehr drin war.
Wenn du jetzt schreibst, dass wir dort reichlich toftiae gefunden hätten, nährt das meinen Hauch von Zweifel an der ID der langblütigen "harrimaniae", die ich oben gezeigt hatte.
Needles ist ja nur mal kurz über den Colorado gesprungen. Bitte unbedingt mal ein paar toftiae-Bilder gegenüberstellen!

LG

#7 RE: Canyonlands von Horst-Ruhrgebiet 23.12.2016 11:38

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Wird gemecht, nicht nur die hohen Blütenstände, auch die Frücht sind nicht ganz
hasenrein

#8 RE: Canyonlands von Walter 23.12.2016 12:40

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.."nicht nur die hohen Blütenstände, auch die Früchte sind nicht ganz hasenrein"..
Das wollte ich noch bei den Früchten schreiben, hab´s aber vergessen: bei denen fehlt mir die typische "Einschnürung".
Die Höhe der Blütenstände auf dem letzten Yucca-Bild lag etwa in Augenhöhe, also grob 1,6m.
Die Blütenstände der Pflanzen vor dem Mesa Arch waren zum Teil sogar noch höher. Passt irgendwie nicht zu harri und manni.
Wollte aber nicht soweit gehen und auch noch toftiae ins Spiel bringen.
Wobei mir auch im Arches gelegentlich angustissima durch den Kopf ging. Bilder folgen noch.

LG Walter

#9 RE: Canyonlands von ThomasB 23.12.2016 13:23

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Wunderbare Landschaften!
Ich war nur im äußersten SW von Utah ... die Gegend fehlt mit auch noch völlig
Man sieht wieder mal gut, dass die meisten Harrys in reinem Sand (zu) wachsen (scheinen)

LG aus dem trüben Alzenau
Thomas

#10 RE: Canyonlands von Lute 23.12.2016 14:56

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Moi Walter,
Herrlich deine schöne Bilder zu sehen. Drausen ist mies und schon einige Tagen keine Sonne und du hast die Sonne in all deine Bilder. Du Horst hast damals pech gehabt. Man kan dann 'Verdammt nochmal' rufen aber was kann man damit.

Lute

#11 RE: Canyonlands von Walter 23.12.2016 16:15

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Hallo Thomas

das scheint nicht nur so, sondern stimmt absolut. Überwiegend roter Sandstein mit allen erdenklichen Verwitterungsstufen.
In der Regel felsiger Untergrund mit mehr oder weniger starker Abdeckung durch Sandsteinkies, - sand, bis hin zu staubfein.
Oft ist der Sand auch zu kleinen Dünen verweht, die harri scheinbar besonders gerne mag bzw. dort deutlich größer wird.
Sie gibt sich aber auch felsigem Untergrund oder mit kleinsten Felsspalten zufrieden. Dort ist sie meist kompakter.
Von "Mutterboden" oder sogar Humus keine Spur.

Genau die gleiche Tendenz wird man dann auch in Arches sehen.
LG Walter

#12 RE: Canyonlands/Needles von Horst-Ruhrgebiet 23.12.2016 16:33

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Hallo liebe Freunde des Lagerlebens,

hier mal ein paar Fotties von den Needles. Von Moab aus kann man die schlecht erreichen, die beste Möglichkeit die Needles zu besuchen ist ein Campingplatz.
Dann ist man ganz nah dran
[[File:DSC00021.JPG|none|fullsize]]

dieser Campground hieß 'Needles Outpost', Außenposten ist schon der richtige Ausdruck
[[File:DSC00026.JPG|none|fullsize]]

das Wetter hat sich gebessert, aber man sieht ja deutlich das es geregnet hat. Typische Waterpockets
[[File:DSC00986.JPG|none|fullsize]]

da ist mal so eine Y. toftiae
[[File:DSC00993.JPG|none|fullsize]]

und noch eine


die Felslandschaften sind wirklich sehr skuril
[[File:DSC00994.JPG|none|fullsize]]

Walter schrieb weiter oben vom Fehlen von Humus. Das ist richtig, die Natur hat allerdings für Abhilfe geschaffen. Einige dieser Waterpockets füllen sich mit Sand und
die Natur tut ihr übriges. Außerdem sind hier dort Makrobiotische Krusten am Werke. Die gibts meines Wissens hier bei uns nur im Leinebergland.
klickst du
[[File:DSC01006.JPG|none|fullsize]]

hier nochmal
[[File:DSC01081.JPG|none|fullsize]]

[[File:DSC01087.JPG|none|fullsize]]

oder hier
[[File:DSC01119.JPG|none|fullsize]]

hier ein erklärendes Schild
[[File:DSC01127.JPG|none|fullsize]]

kleine Tatzelwürmer gibts da auch
[[File:DSC01049.JPG|none|fullsize]]

oder Parkplatzraben
[[File:DSC01067.JPG|none|fullsize]]

mitten inne Needles drinne
[[File:DSC01024.JPG|none|fullsize]]

Echinocereus triglochidiatus
[[File:DSC01080.JPG|none|fullsize]]

vom 'Needles Outpost' hatte man einen sagenhaften Sonnenuntergang. Da schmeckt dann auch sogar das amerikanische Dünnbier
[[File:DSC01129.JPG|none|fullsize]]

#13 RE: Canyonlands/Needles von Walter 23.12.2016 17:15

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Buhuuu, da fehlen fast alle Bilder
Jetzt wo du das mit den Makrobiotischen Krusten schreibst, fällt mir auf, dass ich Ähnliches auch zum Teil gesehen habe, ohne zu wissen, was es ist.
Habe es zwar nicht extra fotografiert, aber in einer Ausschnittsvergrößerung glaube ich sowas zu erkennen:

#14 RE: Canyonlands/Needles von Horst-Ruhrgebiet 23.12.2016 17:22

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irgendwas ist da schief gelaufen, nochmal

hier mal ein paar Fotties von den Needles. Von Moab aus kann man die schlecht erreichen, die beste Möglichkeit die Needles zu besuchen ist ein Campingplatz.
Dann ist man ganz nah dran


dieser Campground hieß 'Needles Outpost', Außenposten ist schon der richtige Ausdruck


das Wetter hat sich gebessert, aber man sieht ja deutlich das es geregnet hat. Typische Waterpockets


da ist mal so eine Y. toftiae


und noch eine


die Felslandschaften sind wirklich sehr skurril


Walter schrieb weiter oben vom Fehlen von Humus. Das ist richtig, die Natur hat allerdings für Abhilfe gesorgt. Einige dieser Waterpockets füllen sich mit Sand und
die Natur tut ihr übriges. Außerdem sind dort Makrobiotische Krusten am Werke. Die gibts meines Wissens hier bei uns nur im Leinebergland.
klickst du


hier nochmal




oder hier


hier ein erklärendes Schild


kleine Tatzelwürmer gibts da auch


oder Parkplatzraben


mitten inne Needles drinne


Echinocereus triglochidiatus


vom 'Needles Outpost' hatte man einen sagenhaften Sonnenuntergang. Da schmeckt dann auch sogar das amerikanische Dünnbier


Ende der Durchsage

#15 RE: Canyonlands/Needles von Hans(palmen2009) 23.12.2016 17:27

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Traumhaft schöne Bilder Horst, Hammer

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