Seite 1 von 3
#1 Unser Garten im Nordwesten Mecklenburgs von Stephan_M 09.08.2018 20:29

Hallo liebes Forum,

seit einiger Zeit bin ich (auch) hier schon am Wissen "schnorren". Nun werde ich versuchen, ein bisschen was zurück zu geben. Auch wenn ich im Hinblick auf viele, fast perfekte Gärten, die hier schon gezeigt wurden, absoluter Anfänger bin....

Zu den Rahmenbedingungen:

Meine Frau und ich gärtnern auf ca. 1.500 m² in der Nähe von Schwerin, ca. 25 km Luftlinie zur Ostsee. Wir haben hier in der Regel ein relativ kühles und ausgeglichenes Klima, mal ein wenig mehr kontinental, mal ein wenig mehr von der Westdrift beeinflusst.

Seit 2015 sind in unserem Garten mehr und mehr Exoten gelandet, inzwischen sind u.a. 13 mehr oder weniger winterharte Palmen ausgepflanzt und erfolgreich überwintert worden. Wir haben von Indianerbananen, Feigen, Citri, Bananen, Bambus und Einigem mehr einen ziemlich bunten Querschnitt von Exoten angesammelt. Hier soll es aber vorrangig um Yuccas und Agaven gehen, auch wenn dass gegenüber unseren Palmen eher ein nachgeordnetes Thema ist ...

Zunächst ein ganz kleiner Einblick aus dem hinteren Teil des Gartens, damit Ihr ungefähr eine Vorstellung vom Garten bekommt.





Unser kleines Trockenbeet von zwei Seiten



Die Agave Montana ist dieses Frühjahr neu dazu gekommen, ich werde ggf. aktiv schützen....



Ansonsten läuft es auch auf Grund des hier im Forum von mir "eingesammelten" Wissens ganz gut an.

Die Agave ovatifolia war letztes Jahr halb so groß, Überwinterung mit Stegplatte und Frischhaltefolie. Hat trotz eines langen und sehr feuchten Winters sehr gut funktioniert



Die Neomexicana steht schon seit 3 Wintern im Trockenbeet, das letzte Jahr gab es das erste Mal Regenschutz. Erhöht und ausschließlich in mineralischem Substrat könnte prinzipiell auch so klappen. Ich werde mal ein paar Kindel an anderer Stelle versuchen...



Neu dabei und hervorragend angewachsen, Yucca Scottii



Auf die Rostrata bin ich schon ein wenig stolz. Letztes Jahr ausgepflanzt, Volumen fast verdoppelt. Im recht kalten und feuchten Winter auch lediglich mit Nässeschutz (umgesetztes Tomatenschutzdach + Frischhaltefolie).



Demnächst mehr....

Beste Grüße

Stephan

#2 RE: Unser Garten im Nordwesten Mecklenburgs von Hans(palmen2009) 09.08.2018 21:36

avatar

Schön angelegt dein Garten

#3 RE: Unser Garten im Nordwesten Mecklenburgs von Martin, Grevenbroich 09.08.2018 23:04

avatar

Hallo Stephan,

nochmal willkommen im Forum und danke für die Vorstellung Deines Gartens.
Das sieht doch alles schon sehr gut aus. Gefällt mir, und viel Platz hast du auch.
Nach "absolutem Anfänger" hört es sich aber nicht an und sieht es auch nicht aus.
Auf jeden Fall habt ihr vieles richtig gemacht. Gerne mehr Bilder.

#4 RE: Unser Garten im Nordwesten Mecklenburgs von Erich A. 09.08.2018 23:46

avatar

Hallo Stephan,
was du da zeigst gefällt mir sehr gut. Wunderschön angelegt euer Garten, ganz toll.
Ich wünsche euch immer viel Freude daran.

Sonnige Grüße aus Yucca Grande

Erich

#5 RE: Unser Garten im Nordwesten Mecklenburgs von Matthias 10.08.2018 04:43

avatar

Hallo Stephan

da schließe ich mich meinen Vorrednern an! Klasse Anlage mit Stil! Die teils recht großen Bäume im Hintergrund bereichern den liebevoll gestalteten Garten ungemein. Danke

#6 RE: Unser Garten im Nordwesten Mecklenburgs von Horst-Ruhrgebiet 10.08.2018 09:37

avatar

Hallo Stephan,

ich hätte gedacht, dass dein Klima eher trocken und kontinental ist, mit sehr hoher Anzahl von Sonnenstunden.
Das hängt wohl mit der Luv-Lage zusammen die Südskandinavien bietet.
Die Beete gefallen mir sehr gut, ähnelt so ein bißchen dem Garten von Benny in Nord-Jütland mit den Findlingen
als Beetbegrenzung.
BTW: alle Agaven würde ich vor Nässe schützen.

#7 RE: Unser Garten im Nordwesten Mecklenburgs von Stephan_M 10.08.2018 11:35

Moin Zusammen,

Danke für die freundliche Begrüßung!

@Horst-Ruhrgebiet ,

wir haben hier gemäßigtes Klima mit durchschnittlich 621 Millimeter Niederschlag. Im Vergleich zum Westen Deutschlands ist das Frühjahr hier kühler, oft bedingt durch raue Nordostwinde. Aber auch etwas trockener. Die Sommerhitze wird durch die Nähe zur Ostsee abgemildert. Dafür wirkt die Ostsee im Herbst wärmend.

Im Schnitt haben wir hier 1.651 Sonnenstunden. Ich schätze mal, dass sind vielleicht gerade mal 100 Stunden mehr als bei Euch. ;-) Wir sind auch klimatisch mehr in der Nähe zu Lübeck (55 km Luftlinie) oder Hamburg (85 km) als in der Nähe der Sonnenregionen unseres Bundeslandes (Usedom, Rügen, Hiddensee), wo die Sonne ja oft ca. 2.000 Stunden im Jahr scheint. Bis dahin sind das von uns leider auch über 150 km Luftlinie :-(

Findlinge und Steine findet man auf Grund der letzten Eiszeit hier in rauen Massen. Ich wohne - kein Scherz - in Herren Steinfeld. Natürlich versuchen wir, vor allem das hier vorhandene Material in den Garten zu integrieren. Das ist in Verbindung mit den Exoten ja auch eine besondere Herausforderung...

Agaven, Yuccas etc. erhalten seit dem letzten Jahr komplett einen Feuchtigkeitsschutz. Ansonsten überlebt hier vielleicht Einiges. Gut aussehen wird es aber eher weniger. Und ich gehöre eindeutig zu den Fans einer guten Optik, für die man leider oft auch einigen Aufwand betreiben muss. Aber dafür freut man sich viele Monate im Jahr an den Pflanzen...

Viele Grüße

Stephan

#8 RE: Unser Garten im Nordwesten Mecklenburgs von Ulli 10.08.2018 17:18

avatar

Hallo Stephan ,

ihr habt einen wunderschön angelegten Garten . Die Beete sind sehr schön gestaltet . Die Y. schottii gefällt mir besonders . Wie war es denn mit der Trockenheit bei euch in diesem Sommer ? Der Rasen sieht so schön grün aus , bei uns ist vieles vertrocknet .

Gruß Ulli

#9 RE: Unser Garten im Nordwesten Mecklenburgs von Ludwig 11.08.2018 06:40

avatar

Hallo Stephan,

Euer Garten ist sehr schön und mit viel Liebe angelegt. Auch die Kombination mit den anderen herkömmlichen Pflanzen ist sehr gelungen. Reine Themengärten wie der unsrige haben auch Charme. Allerdings ist die Yuccablüte im Mai Juni durch und dann fehlt ein wenig Farbe. Erstaunlich was Du alles ausgepflanzt hast, A. montana, Brehea armata auch. Kannst ja mal berichten, wie lange die schon in Freiheit sind und deren Entwicklung. Unsere Brahea habe ich letzten Winter gehimmelt. Die vielen Stürme hatten sicherlich der Kaltluft den Weg in die Behausung geebnet. Viel Freude wünsche ich Dir an Eurem schönen Garten.

#10 RE: Unser Garten im Nordwesten Mecklenburgs von Stephan_M 11.08.2018 10:25

Guten Morgen,

@Ulli es war hier nicht ganz so trocken wie bei Euch. Aber hier ist auch Alles verbrannt. Wir hatten das große Glück, vor 20 Jahren für den Bau unseres Hauses ein größeres Grundstück in einer alten Dorflage direkt vor den Toren Schwerins zu finden, wo es neben einem Altbaumbestand auch einen aus Schichtenwasser gespeisten Schachtbrunnen als "Mitgift" gab. Das war diesen Sommer wirklich ein großes Glück, wenn Du auf das zweite Bild oben schaust, da liegt auch noch ein Schlauch rum...

@Ludwig die Erfahrungen, die hier im Forum mit der Auspflanzung der Agave Montana gemacht wurden, habe ich aufmerksam verfolgt. Aber nachdem es mit der Überwinterung mit der Agave ovatifolia so gut geklappt hat, da wird man mutiger. Mir ist völlig klar, dass das ein ganz anderes "Kaliber" ist. Aber ich werde ggf. "zuheizen".

Die Auspflanzung der Brahea Armata ist ebenfalls eine echte Herausforderung. Es gibt ja - zumindest was man im Netz finden kann - nicht so viele positive Erfahrungen mit der Auspflanzung dieser Palme. Ich habe verfolgt, wie es bei Dir endete....

Einen Erfolg kann ich bei dieser Palme auch noch nicht vermelden. Ich habe 2015 meinen ersten Versuch gestartet. Diese Palme hat jedes Jahr bestimmt 6 Wedel neu gebildet. Aber auch genau so viele Wedel abgebaut. Einen echten Zuwachs gab es also nicht, dazu immer eine etwas gelbliche, ungesunde Farbe. Egal, was ich versucht habe, ich habe sie nicht richtig zum "Laufen" bekommen. Ich vermute, dass der Standort zu windig und insgesamt zu kalt war und die Palme insgesamt nicht in einem so guten Zustand, um richtig "durchzustarten".

Also habe ich diese Brahea dieses Jahr wieder getopft. Das hat sie mir zunächst übel genommen, inzwischen wächst sie aber wieder. Am ehemaligen Standort der Brahea habe ich eine Trachycarpus Princeps eingepflanzt. Und die wächst auf dem sehr mineralischen und sandigen Substrat fantastisch!

"Aufgeben" kommt für mich nicht so schnell in Frage. Und "zufällig" konnte ich eine aus Samen gezogene Brahea in einem super Zustand von einem echten Enthusiasten in der näheren Umgebung erwerben. Diese Brahea wurde nicht abgestochen, kennt unser Klima und stand zuletzt in einem 120l Kübel, der vollständig und perfekt durchwurzelt war. Diese Brahea hat einen wärmeren und geschützteren Standort direkt vor einer nach Süden ausgerichteten Wand bekommen, den "Premium-Standort" überhaupt in unserem Garten. Und die neue Brahea ist sofort "gestartet" und schiebt bereits im Jahr der Auspflanzung fleißig Wedel, ohne das ich bislang einen einzigen Altwedel entfernen musste. Nichts mit "Auspflanzschock". Insgesamt viel, viel bessere Ausgangsbedingungen um das Projekt "Brahea Armata" endlich zu einem richtigen Erfolg zu machen...

So sah die Palme zuletzt aus, dass muss jetzt doch klappen





Ein schönes Wochenende!

Stephan

#11 RE: Unser Garten im Nordwesten Mecklenburgs von Ludwig 11.08.2018 13:14

avatar

Hallo Stephan
Danke für die ausführliche Antwort. Mit der neuen kräftigen Brahea hast du sicherlich mit richtigem Schutz Erfolg, klasse Teil 😃. Mit Schutz und Heizung geht eventuell auch die Montana. Versuch macht ......
Viel Erfolg und Danke für die Vorstellung deiner Schätze

#12 RE: Unser Garten im Nordwesten Mecklenburgs von Matthias 11.08.2018 13:24

avatar

Hallo Stephan,

man spürt und sieht, du bist mit Leib und Seele Exotengärtner. Das ist die richtige Einstellung und Erfolg letztlich die logische Konsequenz. Rückschläge wird es immer mal geben. Das mit dem Brunnen ist natürlich optimal in diesen Tagen. Hier weiterhin kein Regen in Sicht. Selbst große Bäume haben hier teilweise jetzt schon das komplette Laub abgeworfen. Man sieht überall, dass es für die heimische Vegetation nur noch ums nackte Überleben geht

#13 RE: Unser Garten im Nordwesten Mecklenburgs von andreas-g 12.08.2018 19:11

Hallo Stefan , kannst du noch beschreiben wie du das Substrat für deine Agaven mischst ?

Grüße Andreas

#14 RE: Unser Garten im Nordwesten Mecklenburgs von Reinhard 12.08.2018 20:46

avatar

Hallo Stephan, echt schöner Garten - hab ich Dir ja schon auf anderer Seite mehrmals gesagt ;-)

Bei der Montana mußt Du auf der Hut sein .... hab bei meiner unter -12 Grad gepokert und verloren, wenn Du länger daran Freude haben willst schütze sie ab -8 Grad vor allem bei Dauerfrost

#15 RE: Unser Garten im Nordwesten Mecklenburgs von Stephan_M 13.08.2018 09:32

Guten Morgen,

@andreas-g ich möchte unbedingt stauende Nässe bei meinen Yuccas und Agaven vermeiden. Deshalb ist bei mir alles erhöht gepflanzt und ich verwende ein rein mineralisches Substrat, dass ich aus Gartenerde, Sand, Lava-Mulch und vulcatec Premium Kakteenerde (Lava-Bims-Zeolith-Gemisch) anmische.

@Reinhard ,

Danke! ;-) und danke für den Hinweis. Ich würde gerade den kommenden Winter eher defensiv an den Schutz herangehen, d.h. schon ab etwa - 5 Grad zuheizen. Würdest Du sagen, die Montana ist grundsätzlich dauerfrostgefährdet? Oder kann die Montana auch mal ein paar Tage leichten Dauerfrost ab? Solche Wetterlagen haben wir hier leider recht häufig...

Ich muss mir unbedingt noch Gedanken machen, wie ich das Problem "Feuchtigkeit im Schutz" minimiere...

Grüße

Stephan

Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen
Datenschutz